Archiv

  • die Winterpalette

    „die Winterpalette“ – eine Gemeinschaftsausstellung und eine Begegnung zwischen Schmuck und abstrakter Malerei

    Zwischen 11. und 14. Dezember 2025 präsentieren Maria Dakopoulou, Cornelia Gänger, Bettina Laimer-Sutner, Stephanie Bacher und Verena Hobl ausgewählte Werke.

  • Marzena Karamon

    14. November – 6. Dezember 2025

    FLINTA. Scham. Nein, Danke.

    Eine Ausstellung über Scham, Körper, gesellschaftliche Erwartungen und Selbstermächtigung.

    In Malerei und Collage zeigt Marzena Karamon fragmentierte, kraftvolle Figuren, die zwischen Verletzlichkeit und Stärke, Zerrissenheit und Freiheit stehen.

    Unvollständige Körper, Stimmen ohne Raum – ein Spiegel gesellschaftlicher Strukturen, die bestimmen, wer gesehen und gehört wird.

    Ihre Arbeiten fragen, was wir sehen wollen und was wir lieber unsichtbar halten.

    Die Ausstellung ist eine Einladung, das Unsichtbare sichtbar zu machen.

    FLINTA. Scham. Nein, Danke. ist ein visuelles Manifest gegen gesellschaftliche Normen und Rollenbilder, und für das Recht, sich selbst zu definieren.

    Es ist ein Plädoyer für Sichtbarkeit, Selbstbestimmung und die Freiheit, sich nicht zu schämen.

  • Unitá

    Heimat – Identität – Einheit

    Gastfreundschaftliche Einladung

    Samstag, 11. Oktober 2025 von 15:00 – 17:00 Uhr 1020 Wien, Mayergasse 3 Gehsteig vor dem MAGAZIN MAYERGASSE

    Kontext: der Film “austroschwarz” von Mwita Mataro Szene: Teppiche, Sitzkissen, ein Banner, Musik zu jeder viertel Stunde, Redner_innen, Gäste

    Teilnehmer_innen | Redner_innen:

    Dalia Hassan, Künstlerin, Moderation

    Barbara Ungepflegt, Performance Künstlerin

    Dr. Ruby Jana Sircar

    Anna Cseri, Kunsthistorikerin, Vorsitzende der Kulturkommission Leopoldstadt

    Dr. Andreas Spiegl, Kulturwissenschafter

    Ute Burkhardt-Bodenwinkler, Kunstverein fAN

    Siunner / Holfeld Performance

    Mwita Mataro

    Kimyan Law, Musiker

    Persy-Lowis Bulayumi, Sozialpädagoge

    Hannah Lowe, Akademie der Bildenden Künste, Banner

    Kontext:

    Der Protagonist Mataro setzt sich mit der Frage auseinander, was der Begriff Heimat für ihn und andere schwarze Österreicher_innen bedeutet. Mataro will aufzeigen, dass sich auch er, ein gebürtiger Salzburger, als Österreicher fühlen darf ohne dabei den Anspruch auf den Heimatbegriff all jenen zu überlassen, die ihn als ein exklusives Gut betrachten.

    Der Dokumentarfilm „austroschwarz“ begleitet den Musiker, Aktivisten und Kulturarbeiter Mwita Mataro. Er gibt darin Einblicke in sein Leben als schwarzer Mensch, die vor allem weiße Menschen darauf aufmerksam machen sollen, dass die Lebensrealität schwarzer Personen eine gänzlich andere ist. „AUSTROSCHWARZ“ ist ein Dokumentarfilm, der den schwarzen österreichischen Musiker Mwita Mataro portraitiert und ihm bei seiner Reise durch Österreich folgt. Der Film ist somit eine Mischung aus Roadmovie, Biopic und Essayfilm. 

    Mataro geht es weniger darum rassistische Strukturen und Mechanismen aufzuzeigen, sondern vielmehr einen Film zu schaffen, der positiv in die Zukunft blickt und auch die schwarze Bevölkerung bestärkt und empowered.

  • Körper Raum – Raum Körper

    Carmen Brucic | Claudia Fritz | Judith Klemenc

    Milena Meller | Zita Oberwalder | Christine S. Prantauer

    Nora Schöpfer | Maria Vill | Margret Wibmer

    Vernissage am 4. Oktober 2025 um 11:00 Uhr

    zur Ausstellung spricht Margit Zuckriegl, Kuratorin und Kunsthistorikerin

    Finissage am 19. Oktober 2025 von 11:00 – 15:00 Uhr

    11:00 Uhr: Künstlerinnengespräch mit Karin Pernegger, Kuratorin und Kunsthistorikerin

    Kunstverein MAGAZIN MAYERGASSE

    fAN

    Land Tirol

    Urban Jungle Vienna

    Supersense

    FOTO WIEN 2025

    In dem kollektiv konzipierten Projekt setzen sich Carmen Brucic, Claudia Fritz, Judith Klemenc, Milena Meller, Christine S. Prantauer, Nora Schöpfer, Maria Vill, Margret Wibmer und Zita Oberwalder mit den Beziehungen von Körper und Raum auseinander. Gesellschaftskritische und identitätspolitische sowie poetische, ökologische und philosophische Reflexionen kommen sich dabei in Erörterung der Wahrnehmung von Wirklichkeiten nahe und öffnen Festschreibungen und Begrenzungen. Konzept und Organisation des Projektes verweisen auf die Möglichkeiten feministischer Selbstermächtigung und thematisieren den Körper – auch und gerade angesichts von Virtualisierungstechnologien und Künstlicher Intelligenz: als Ort, von dem aus wir die Welt wahrnehmen.
    Das Medium Fotografie wird dabei durch installative, malerische und objekthafte Herangehensweisen erweitert. Im gemeinsamen Prozess wird das Projekt für jeden neuen Ort formal und inhaltlich weiterentwickelt. 2024 wurde eine erste Version des Projektes im FOTOFORUM Innsbruck gezeigt.

  • encounter

    Matthias & Maximillian Bernhard

    Ausstellung: 13.09.2025 – 27.09.2025

    Vernissage: 13.09.2025, 17:00

    Finissage: 30.09.2025; 17:00

    fAN im Gespräch mit dem Künstler Matthias Bernhard

    Musik von Kimyan Law „Austroschwarz“

    Nur durch eine konsequente Fokussierung auf das Motiv des Kontakts, auf die vielfältigen transkulturellen Austauschprozesse, transdiziplinäres Arbeiten sowie auf die Analyse ihrer Wechselbeziehungen lässt sich das in der Globalen Kunstgeschichte tief verankerte dichotome Strukturdenken aufbrechen.

    Begegnungen zwischen mindestens zwei Akteuren, die sowohl im Feld von Kooperation als auch von Konfrontation verortet sein können und aus künstlerischem wie politischem Interesse entstehen, eröffnen das Potenzial, die strikte Trennung zwischen westlichen und außereuropäischen (Kunst-)Geschichten zu relativieren.

    Zentral ist daher die Frage, welche Motive und Bedingungen es Akteuren zu einem bestimmten Zeitpunkt ermöglichen, spezifische Denk- oder Handlungsweisen zu entwickeln, und inwiefern sie dadurch die ihren Subjektpositionen zugeordneten Denk- und Handlungsräume überschreiten können.

    Begegnung von Sprachen.

    Begegnung von Fläche und Raum.

    Verbindung von Zeichnung und Skulptur.

    Verbindung von Zwei- und Dreidimensionalität.

    Plastischer Formbildungsprozess in der Fläche.

    Verschiebung spezifischer Medienqualität.

    Zusammenhang und Zerstörung.

    Begegnung eines Brüderpaars.

    Jenseits von Begrifflichkeit.

    Autonomie der Bausteine.

    Addition und Durchlässigkeit.

    Umwandlung der Werkstoffe.

    Methoden vergessen.

    Disparate Zeitlichkeit.

    Das Vorher und das Folgende.

    Zugriffe und Relation.

    Abdrücke nach Außen und Innen.

    Inhaltliche Analogie.

    Dinge vor der Sprache.

    (Matthias Bernhard, 2025)

    Die Brüder Matthias ( * 1985) und Maximilian ( * 1990) Bernhard wurden beide in Kitzbühel geboren.
    Matthias ist Maler (Klasse Gunther Damisch, AdbK Wien), Max Bildhauer (Klasse Harald Klingelhöller, AdbK Karlsruhe).

    Was beide verbindet, ist das Bekenntnis zu einer offenen Form und einem prozesshaften Arbeiten. Beiden geht es um ein Aufheben von Grenzen. Gemeint sind einerseits die klassischen Gattungsgrenzen, andererseits aber auch jene zwischen Kunst und Leben. (Dr. Günther Moschig)

    https://matthiasbernhard.com/
    https://www.maximilianbernhard.com/

  • no pressure

    Johanna Kleedorfer – Marcus Balogh

    Fotografie und Illustration

    Zwei Stile, zwei Menschen, ein Schweinehund

    https://johannakleedorfer.myportfolio.com/illustration

    https://marcus.balogh.at/

    Vernissage: 18. Juni. 2025 | 18:00 Uhr

    Finissage: 18. Juli 2025 | 18:00 Uhr

    In dieser gemeinsamen Ausstellung treffen zwei unterschiedliche künstlerische Ansätze und Persönlichkeiten aufeinander.

    Die Fotografien von Marcus zeigen alltägliche Orte, reduziert auf Struktur, Fläche und Komposition. Oft menschenleer, ruhig und zurückhaltend – eingefangen von einem analytischen Beobachter.

    Die Illustrationen von Johanna setzen dazu einen Kontrast: Eine eigenwillige Figur tritt in diese stillen Bildwelten ein. Sie bringt Farbe, Bewegung und eine gewisse Unruhe mit, die sowohl frei, aber manchmal auch etwas plump wirkt – als wäre sie in die Szene gestolpert.

    Begleitet wird sie von einem eigensinnigen Gefährten – halb Dackel, halb Schwein. Der Schweinehund steht dabei stellvertretend für alles, was uns zurückhält.

    Was wie ein Gegensatz klingt, ergänzt sich überraschend gut – so wie wir. Wir gleichen oft gegenseitig aus, was dem anderen fehlt. Gemeinsam könnte man meinen, wir sind ein halbwegs kompetenter, kompletter Mensch.

    Nur der Schweinehund ist immer dabei. Wir sind Mitte/Ende 30, Eltern, kreativ – und fühlen uns genauso verloren wie viele andere in unserem Alter. In einer Welt voller Möglichkeiten weiß man manchmal nicht, wo man hingehört. Und überhaupt: Warum fühlt man sich ständig, als müsste man mehr sein?

    Dieses Projekt ist eine Einladung, klein sein zu dürfen. Kleine Dinge tun. Dumme Dinge tun. Die eigene Mittelmäßigkeit feiern. Auf die ewige Selbstoptimierung scheißen.

    Kreativsein soll keinen Druck machen, sondern Druck wegnehmen. Es muss nicht immer Wumms machen. Es soll Freude machen.
    Obwohl: Jeder, der schon mal eine Dose in der Hand hatte, weiß – ohne Druck geht auch nix weiter.

    Öffnungszeiten jeweils

    Donnerstags von 18:00 – 20:00 Uhr und

    Samstags von 15:00 – 18:00 Uhr

  • Michael Baumgartner – Vernissage Mai 2025

    Vernissage: 16. Mai 2025 um 18:00 Uhr, es spricht Andreas Spiegl

    Finissage: Samstag, 7. Juni 2025

    um 18:00 Uhr spricht der Philosoph Robert Pfaller über sein neues Buch „Das Lachen der Ungetäuschten“

    https://robert-pfaller.com

    ab 19:00 Uhr: Elisabeth Flunger – Solo mit Metallobjekten

    http://www.eflunger.com

    In Kooperation mit fAN

    https://www.fineartnetwork.net

    PERSONA

    Persona kommt vom lateinischen per-sonare, durchtönen und bezeichnet eine Theatermaske im kultischen Theater. Diese ursprünglich griechischen Masken besitzen eine trichterförmige Mundöffnung, durch die gesprochen wird, daher personare.

    Das Gesicht, lateinisch facies, so meine Behauptung, ist immer eine Maske.

    So etwas wie das wahre Gesicht gibt es nicht. Immer spielen wir eine Rolle.                                                                                                                 

    Das Antlitz ist für uns Menschen wohl die interessanteste Oberfläche auf der Welt und stellt in der nonverbalen Kommunikation der Primaten sicher den wichtigsten Teil dar. Alle Emotionen werden vor allem durch das Gesicht ausgedrückt, sind in ihm zu lesen. Wir sind von Kleinkindesalter an geschult darin zu lesen.

    Sehr schnell ziehe ich mit dem Pinsel ein Oval, setze mit hingeworfenen  Tupfern Augen, Brauen und Nasenlöcher. Am schwierigsten ist der Mund, dabei kann am meisten schief gehen. Unglaublich, wieviel der Bruchteil eines Millimeters in den Mundwinkeln auf oder ab ausmacht. Diese Gesichter sind keine Portraits. Wie ein Gesicht am Ende aussieht, entwickelt sich im Prozess und ist nur begrenzt steuerbar. Ich versuche es zu lernen.

    Der Blickwinkel auf die Gesichter wird nie verändert. Alle sind mehr oder weniger gleich und doch so verschieden. Stilisierte, stereotype Striche für Haare, männliche oder weibliche Frisur, entscheiden ob ein Mann oder eine Frau zu erkennen ist. Oft bleibt das auch unentschieden.

    Die Anmutung dieser Gesichter, Personae, ist asiatisch, japanisch und das kommt nicht von ungefähr: Meine Tochter hat mir vor 2 Jahren zu Weihnachten ein japanisches Tuschmalerei Set geschenkt, mit Sumi-e Pinseln, Reibetusche und Sumipapier. Erst wußte ich nicht, was damit tun. Bald war ich bei Gesichtern und habe immer weiter gemacht. Diese Art der meditativen Wiederholung ist etwas spezifisch asiatisches, etwas, dem auch ich viel abgewinnen kann. In frühen Copy Art Versuchen habe ich mich schon darin geübt.

    Auch in meinen partizipativen, performativen Spiegelskulpturen interessieren mich Gesichter, Blicke, das einander Wahrnehmen, einander Erkennen. Das Dialogische ist eine Grundkonstante in meinem Werk, das Gegenüber-Sein einer Person ist immer da.

    Die Arbeit an diesen Personae sehe ich als meditative Übung. Ich habe in 2 Jahren mehr als 5000 von diesen Arbeiten gemacht und sehe ihre Herstellung immer noch  als Übung. Laut Richard Sennet muss man sich    10 000 Stunden mit etwas beschäftigen, etwas tun, bis man es beherrscht. Aber darum geht es gar nicht. Es geht um Leichtigkeit, vielleicht um Eleganz, im schnellen Hinwerfen. Es bleibt ein Üben. Ich will nichts, jedenfalls nicht Meisterschaft. Dennoch bin ich sehr streng im Auswählen der Gesichter, die ich zeige. Es sind immer nur um die hundert Blätter. Dabei suche ich Unterschiede. Ich möchte ein breites Spektrum an Charakteren vorstellen.  Es ist bisher vielleicht nur eine Handvoll wirklich berührender Zeichnungen entstanden. Und es ist immer der Zauber des Moments, wenn eine dieser besonderen, guten Arbeit entsteht, der mich antreibt weiter zu machen.  Zen oder die Kunst des Gesichterzeichnens.  

    Text: Michael Baumgartner

  • Valentin Postlmayr

    Projekt PatInnen: Urban Jungle Apartments

    Kooperation: Kunstverein fAN und Magazin Mayergasse

    13. Dezember 2024 im

    Urban Jungle Apartments, 1020, Mayergasse 6

    Fotos: Marcus Balogh

  • Pia Aydt – „lost and found“
    Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist pia-aydt-1.jpg

    Vernissage am 28. November 2024 um 18:00 Uhr im

    Magazin Mayergasse 1020 Wien, Mayergasse 3

    Gedanken zur Ausstellung von Sophie Wratzfeld

    Finissage am 20. Dezember 2024 um 18:00 Uhr

    Foto: Ulrich Aydt

    Foto: Magazin Mayergasse

    Text zur Ausstellung von Pia Aydt

    „lost and found“ ist ein Raum der Dualität – ein Ort der Enttäuschung und der Hoffnung, des Verlusts und des Wiederfindens. Es ist nicht nur ein physischer Raum, sondern auch ein innerer Zustand, in dem wir uns selbst begegnen.

    Was geschieht mit den Dingen, während sie verloren sind?

    Und was passiertmit uns, wenn wir uns oder unser Bewusstsein verlieren? Können wir uns fallen lassen, frei sein, während wir verschwunden sind, oder drohen wir, unterzugehen? Werden wir vermisst oder vergessen?

    In diesem Zustand sind wir unsichtbar, schwebend, zerbrechlich, manipulierbar. Doch ist das Verlorensein ein bloßer Zufall, ein unglücklicher Schicksalsschlag – odervielleicht eine bewusste Entscheidung?

    Und wenn wir wiedergefunden werden – kann irgendjemand nachvollziehen, wo wir waren und was wir empfunden haben in unserer Abwesenheit?

    Die Ausstellung von Pia Aydt erkundet die Reise des Verlorenseins und Wiederfindens in einer bildhaften Sprache, die dort ansetzt, wo Worte fehlen. Ihre Buntstift-zeichnungen auf Karton geben der inneren Zerbrechlichkeit und Unsichtbarkeit eine Form, in der sich das Zeitgefühl verändert: Stundendehnen sich zu Tagen, Erlebnisse verschwimmen zu Erinnerungen. Gedanken versuchen, Worte zu finden, doch oft bleibt die Sprachlosigkeit.

    Mit einer Mischung aus figurativen Darstellungen und abstrakten Elementen visualisiert Aydt diese Grenzerfahrungen. Ihre Werke bieten einen intimen Einblick in das Gefühl, verloren zu sein, und den Prozess des Wiederentdeckens – sowohl von sich selbst als auch von den Dingen, die uns entgleiten.

    Text zur Ausstellung von Sophie Wratzfeld

    In Pias Arbeiten finden sich comichafte, androgyne Figuren in un-definierten räumlichen Strukturen wieder, die weder zeitlich noch örtlich definiert sind. Alleine oder zu zweit navigieren sie meist ohne direktes Handlungsmotiv durch eine größtenteils zweidimensionale Welt, in der der Raum und die in ihm befindlichen Objekte in geo-metrische Formen oder ornamentale Flächen aufgelöst werden. Auch die Protagonisten selbst sind den physikalischen Gesetz-mäßigkeiten dieses Universums unterworfen. Ihre Gliedmaßen verrenken sich auf groteske Weise, werden fragmentiert und ver-zerrt oder verschmelzen zu fließenden Farbblöcken. Sie verhaften an der Raumoberfläche und nehmen selbst eine architektonische Dimension an.

    Im Vordergrund der Arbeiten dieser Ausstellung steht das Ver-schwimmen von Grenzen, sowohl physischer als auch psychischer Natur. „Lost and Found“ markiert für Pia einen fragilen Zwischen-zustand zwischen Sein und Nicht-Sein, die Figuren sind wortwörtlich „in der Schwebe“, ihre physische Existenz nicht greifbar. Mit stoischer, monotoner Miene verweilen sie eingefroren in Raum und Zeit. Ausgehend von der Frage “Was geschieht mit den Dingen, während sie verloren sind?“, lotet sie das Vakuum zwischen dem Verlieren und Wiederfinden aus.

    Der Zustand des Dazwischenseins lässt sich auf entscheidende Umbrüche im Leben übertragen, bei denen man etwas Altes zurücklässt, ohne zu wissen, was Neues auf einen zukommt. Er ist oft mit innerer Unruhe, Unsicherheit, Angst und Ungewissheit verbunden und wird zur Metapher eines generationellen Gefühls-lage auf der Suche nach Zugehörigkeit, Sicherheit, Gemeinschaft und Akzeptanz. Im Dazwischensein überlagert sich der Schmerz des Verlustes mit dem hoffnungsvollen Aufbruch und verkörpert die Widersprüche unseres inneren Erlebens. Der Raum dazwischen wird bei Pia zu einem meditativen Refugium, wattig abgepolstert von der äußeren Realität, der die Einkehr von schöpferischer Stille ermöglicht.

    Analog zur Auflösung emotionaler Eindeutigkeiten, verschwinden auch die körperlichen Trennlinien bei Pia’s Figuren, Körper und Raum verschränken sich in fließenden Bewegungen miteinander.

  • Alexandra Stern, Maria Wiebersinsky, Gilles Becker

    Ausstellungseröffnung im MAGAZIN MAYERGASSE

    Alexandra Stern

    Maria Wiebersinsky

    Gilles Becker

    Vernissage:   Freitag, 11. Oktober 2024 um 16:00 Uhr

    Achtung !!! Finissage bereits am
    Sonntag, 27. Oktober 2024 um 16:00 Uhr

    Öffnungszeiten:

    Donnerstags 17:00 – 19:00 Uhr,

    Sonntags 16:00 – 18:30 Uhr oder nach Vereinbarung: 0676 4246840

    magazin-mayergasse@balogh.at


    1020 Wien, Mayergasse 3